Brief an Belltower news

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit dieser Mail nehme ich Bezug auf den Artikel "Wo Ökospiritualität auf antiemanzipatorisches Gedankengut trifft" vom 16.11.2020. Als Autorin ist die Redaktion Belltower News angegeben, wenn ich im Browser die Leseansicht ändere, erscheint Alina Mönig als Autorin. Ist somit Frau Mönig die verantwortliche Autorin und falls nicht, können Sie mir bitte den Namen der verantwortlichen Person nennen?

In dem Artikel werden viele nachweislich falsche Aussagen gemacht und Zusammenhänge konstruiert, die ebenfalls nachweislich nicht der Realität entsprechen. Dies lässt entweder journalistische Inkompetenz oder niedere Beweggründe vermuten. In beiden Fällen werden Sie Ihrer journalistischen Verantwortung nicht gerecht. Ich fordere deshalb die oder den verantwortliche_n Autor_in auf, sich zu entschuldigen und eine Richtigstellung an gleicher Stelle zu veröffentlichen. Falls Sie dem nicht nachkommen, werden ich und auch die anderen im Artikel genannten Personen die Angelegenheit einem Anwalt zur Prüfung übergeben und ggf. juristische Schritte gegen die verantwortliche Person einleiten.

Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn Sie mich wissen lassen könnten, warum Sie derartige Artikel verfassen? Wenn Personen namentlich genannt werden und dann, wenn auch aus Inkompetenz, falsche Zuschreibungen vorgenommen werden, hat das doch Auswirkungen für diese Personen, da es ja durchaus einige Menschen gibt, die Informationen leichtfertig übernehmen und sich nicht die Mühe machen, die genannten Menschen persönlich kennenzulernen und sich selbst ein Bild von ihnen und den von ihnen vertretenen Werten zu machen. Über solche Zusammenhänge müssten Sie doch ein Bewusstsein haben, da Sie ja genau zu diesem Themenfeld arbeiten?

Ich möchte Ihnen keine bösen Absichten unterstellen sondern gehe erst mal von Inkompetenz aus. In der Wirkung macht das aber für die Betroffenen keinen Unterschied, ich bitte Sie darum, sich das bewusst zu machen und zukünftig sorgsamer zu recherchieren und vor allem das Gespräch mit den genannten Personen zu suchen, sodass sie zumindest eine Chance bekommen, versehentlich (?) falsche Annahmen und Unterstellungen aufzuklären.

Ich möchte Sie außerdem darauf hinweisen, dass Sie mit dem Artikel Ihre eigenen Kriterien für eine Hassrede erfüllen. Ich zitiere:

"...dass auch jenseits der strafrechtlichen Relevanz von Hassrede gesprochen werden kann, wenn Verfasser*innen darauf abzielen, Menschen oder Menschengruppen gezielt abzuwerten."

In dem Bemühen um eine Welt, in der alle Menschen sich achtsam und respektvoll begegnen, verbleibe ich

mit fried- und liebevollen Grüßen

Anneke Jostes

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