Offener Brief an das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft

Betrifft den Text "Stellungnahme zu den aktuellen Querfront-Corona-Protesten" auf der Netzwerk Seite.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Lieber Rat, liebe AG Rechte Tendenzen,


hiermit möchten wir Ihnen ein paar Fragen zu Ihrer Stellungsnahme zu den “aktuellen Querfront-Corona-Protesten” zusenden und hoffen auf einen harmonischen Austausch zu diesen Themen.

Der Begriff „Querfront“ kommt historisch aus der Zeit der Weimarer Republik und stand für einen Zusammenschluss von Faschisten und Kommunisten, die gemeinsam die Demokratie zu Fall bringen wollten. Weshalb taucht dieser Begriff in der Überschrift Ihrer Stellungnahme auf? Wollen Sie suggerieren, dass die an den Protesten Beteiligten die Demokratie abschaffen wollen? Wenn ja, was für Hinweise gibt es hierzu?

Wann und zu welcher Zeit wurden auf den „Hygiene“ Demos Personen aus dem rechtsradikalen Spektrum meinungsführend wahrgenommen? Haben Sie Zugang zu Videos der Reden, die wir nicht kennen? Würden Sie uns die Namen der Personen nennen, die eindeutig dem rechtsradikalen Spektrum zuzuordnen sind?

Auf der Webseite der Veranstalter finden wir folgenden Satz:
Wir sind Demokraten. Rechtsextremes, linksextremes, faschistisches, menschenverachtendesGedankengut hat in unserer Bewegung keinen Platz. Gleiches gilt für jede Art von Gewalt.
(Quelle: https://querdenken-711.de/)

Auch die neu gegründete Partei "Widerstand2020" fällt für sie durch „extrem rechte sowie antisemitische Inhalte” auf. Wie begründen sie diesen Vorwurf? Wo und wann hat eine Person, die der Partei nahe steht, so etwas geäußert? Auf der Website der Partei (die sich scheinbar in einer Umorientierungsphase befindet) haben wir nur die Satzung gefunden: https://widerstand2020.de/satzung.html

Beurteilen Sie selbst ob es sich hier um rechtsextreme Inhalte handelt. Ihr Urteil interessiert uns, teilen Sie uns dies gerne mit. Auch für weitere Hinweise sind wir dankbar.

Für uns ist es der Inbegriff von Demokratie, wenn sich die Menschen selbständig eine Meinung bilden und für diese einstehen. Wir betrachten den von den Medien dargestellten engen Meinungskorridor mit großer Sorge. Ganzheitliche Ansätze im „Kampf“ gegen das Virus, wie die naheliegende Stärkung des Immunsystems, werden so gut wie gar nicht verbreitet. Genau das würde aber der Philosophie des ökologischen Landbaus auf medizinischem Gebiet entsprechen.
Stattdessen wird eine pharmakologische Front quer durch alle Schichten aufgebaut. Ansätze, die Heil- und Schutzmethoden jenseits der von den Konzernen propagierten Impfungen kennen, werden
aus dem öffentlichen Meinungskorridor verdrängt. Ist das nicht die eigentliche Querfront?

Der Begriff der Verschwörungstheorie wird immer wieder von Ihnen genannt und dann weiter unten in ihrer Stellungsnahme definiert. Zu diesem Begriff gibt es sehr viele sich teilweise widersprechende Definitionen laut Wikipedia.
Teil der von Ihnen zitierten Definition ist:
„Statt dessen werden häufig Ressentiments gegen Personengruppen geschürt, die so von einem imaginären „wir“ ausgeschlossen werden.” Diese Definition finden wir sehr spannend.

Unser Eindruck ist, dass Sie Ressentiments gegen eine Personengruppe (Kritiker*innen der Maßnahmen der Regierung) schüren wollen, indem Sie diesen vorschnell eine rechte bzw. antidemokratische Gesinnung unterstellen. Damit schließen Sie diese Menschen von einem „wir“, in diesem Fall das Netzwerk Solidarische Landwirtschaft, aus. Dieses Netzwerk, das sich der Verbreitung einer innovativen Wirtschaftsform verschrieben hat, sollte doch besonders darumbemüht sein einen vielfältigen, pluralistischen Diskurs zu fördern, statt Mitglieder mit unliebsamen Meinungen zu diskreditieren und damit aus dem Diskussionraum zu entfernen.

Ist Ihr Ziel wirklich, die zwischen 15-25 % der Menschen in Deutschland, die die Maßnahmen alsnicht verhältnismäßig erfahren - aus welchen Gründen auch immer - pauschal als gefährlich zubezeichnen und diesen Menschen zu unterstellen, dass sie antisemitisch oder rechtsradikal seien?

Wenn dies der Fall sein sollte, dann möchten wir Sie bitten dazu andere Quellen zu zitieren als die Amadeu Antonio Stiftung. Zu dieser Stiftung, die von der Regierung und der Soros Stiftung finanziert wird, gibt es kritische Stimmen, die wir ihnen gerne vorstellen wollen: https://www.juedische-stimme.de/2017/11/16/amadeu-antonio-stiftung-im-dienste-der-israelischen-rechten/

Zudem scheint uns logisch zu sein, dass eine Stiftung, die vorrangig ihr Geld von derRegierung erhält, die Maßnahmen der Regierung nicht kritisiert. Es darf nicht vergessen werden, dass an der Spitze dieser Stiftung mit Anetta Kahane eine Spezialistin der Denunziation steht, die ihr Handwerk bei der Stasi gelernt hat. Wenn diese Bundesregierung den Begriff „Antisemitismus“ benutzt, sollte wachsam aufgehorcht werden und genau hingeschaut werden, was damit gemeint ist.

Einem Antisemitismus-Beauftragtendes Bundes wie Felix Klein, der offene Sympathien für christliche Fundamentalisten hegt, ist es nicht abzunehmen, dass er sich für Völkerverständigung und Frieden einsetzt. Eher ist von diesem die Nutzung dieses Begriffs zur Schärfung seiner eigenen Feindbilder zu erwarten. Diese opferverhöhnende Nutzung des Begriffs “Antisemitismus” ist leider internationaler diplomatischer Mainstream geworden, seitdem die rechtsradikale Netanyahu Regierung unwidersprochen Kritik an ihrem Vorgehen damit betiteln darf. Mit der Behauptung, Kritiker der Corona Verordnungen seien antisemitisch, folgen Sie dieser Regierungstaktik, Positionen der israelischen Friedensbewegung pauschal als antisemitisch zu bezeichnen. Das platte Bashing von kritischen Stimmen mittels der abstrusen Logik Corona Maßnahmenkritikerinnen = Verschwörungstheoretikerinnen = antisemitisch wird besonders deutlich in dem unglaublich platten „Verschwörungsgenerator“ der Amadeu-Antonio Stiftung.

In Ihrem Text werfen Sie der Demokratiebewegung unter anderem vor, den Begriff Diktatur in unangemessener Weise zu benutzen. Wie kann es sein, dass Sie die Warnung von unzähligen Menschen derart ignorant beiseite wischen? Haben nicht gerade wir in Deutschland eine besondere Verantwortung, aus der Geschichte zu lernen? Der Preis der Freiheit ist immerwährende Wachsamkeit.

Des weiteren sprechen Sie davon, dass die Teilnehmenden der Demos eine sozialdarwinistische Einstellung hätten, da sie durch die Teilnahme an den Demos: “höhere Ansteckungs- und Todeszahlen vor allem von Risikogruppen billigend in Kauf nehmen”. Hier wird es interessant, denn unser Eindruck ist, dass die Teilnehmenden der Demos weder die Ansteckungs- noch die Todeszahlen, auch nicht die der Risikogruppen, beängstigend hoch erleben. Sie gehen ja eben auf die Straße, weil sie das Virus nicht als so bedrohlich einstufen. Damit folgen sie fundierten wissenschaftlichen Darstellungen renommierter Wissenschaftler, denen in der hiesigen Medienlandschaft leider sehr wenig Raum gegeben wird. Und gerade diese Wissenschaftler wie beispielsweise Dr. Wodarg hatten bei der letzten Pandemie internationaler Tragweite schon recht behalten (Schweinegrippe 2009). Durch diese Wissenschaftler wurde die Bevölkerung trotz Milliardenverlusten an Steuergeld wenigsten größtenteils vor massiven Impfschäden (Narkolepsie etc.) bewahrt.

Es scheint unserer Einschätzung nach keine klare Vorstellung zu geben, was genau die Menschen, die auf solchen Demos sind, über die Pandemie denken.

Hatten Sie schon einmal Kontakt zu einer Person, die bei einer solchen Demo dabei war? Haben Sie mit den Veranstalterinnen gesprochen? Haben Sie Interesse an einem Austausch? Dann melden Sie sich gern!

Durch diese Statistik ist nachgewiesen, dass die Demos kein Einfluss auf das Infektionsgeschehenhaben: https://www.global-reset.net/resources/CIDM.pdf In diesem Dokument wird auch deutlich, wer in Deutschland am meisten an den Verordnungen zuleiden hat: Frauen und Kinder!

Sie schreiben, dass sich immer mehr Menschen aus der „Öko-“ und Umweltbewegung den Protesten anschließen und Sie es deshalb als notwendig erachten, sich zu den Demos zu positionieren. Diese Beobachtung teilen wir und dazu gibt es auch schon eine Studie:https://www.welt.de/politik/deutschland/article221812060/Corona-21-Prozent-der-Querdenker-waehlten-die-Gruenen.html

Viele der ehemals Grünen Wähler überlegen nun die AfD zu wählen. Sind diese Menschen plötzlich antisemitsich geworden? Was ist da los? Unsere Vermutung ist, dass diese Menschen enttäuscht sind von der Politik der Grünen (das neue Grundsatzpapier liest sich streckenweise wie von der CDU verfasst). Keinerlei Kritik der Partei an dem Infektionsschutzgesetz. Statt dessen aufgedrängte Digitalisierung, Wettbewerb, Wachstum und Fortschritt. Tragen Stellungnahmen, wie die Ihre, nicht vielleicht dazu bei, dass Menschen sich der AfD zuzuwenden?

Sie diffamieren diese Menschen, die aus unserer Sicht, aus ganz unterschiedlichen Gründen auf die Straße gehen. So wie wir alle ganz unterschiedlich hart von den Verordnungen getroffen wurden. Einige von uns trifft es kaum, andere verlieren ihre Existenz oder können den Lebenspartner nurnoch 72 Stunden im Monat treffen. Wie können sich diese Menschen (wir sprechen hier von mindesten 10% der Bürger Deutschlands) damit noch bei Ihnen willkommen fühlen? Menschen, die sich nicht impfen wollen. Menschen, diesich mit ihren Freund*innen treffen wollen? Menschen, die um ihre berufliche Zukunft bangen? Und viele andere mehr. Statt die Bedürfnisse und Wünsche dieser Menschen als legitim anzuerkennen und es als Teil jederDemokratie zu betrachten, dass es immer eine Meinungsvielfalt gibt und diese auch zum Ausdruckgebracht werden darf, werden von Ihnen viele Menschen in die Illegalität und die Extreme verwiesen.

Unser Verständnis von Solidarität schließt auch diese Menschen ein. Wir wünschen uns statt Ablehnung und Ab- (bzw. Aus-) grenzung den Mut zum Dialog und der ehrlichen Offenheit andere zu Verstehen und die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Menschen in Deutschland anzuerkennen. Daraus folgend fordern wir eine Solidaritätsbekundung des Netzwerks mit der neuen Demokratiebewegung mit einer Definition von Solidarität als aktiver Kritik, anstelle von der perversen Nutzung des Begriffs für den Untertanengeist des letzten Jahrtausends.

Die Demokratiebewegung thematisiert auch in der Form der sogenannten „Coronaproteste“ die selben Entgleisungen der Politik und der Wirtschaft, die auch der Idee der solidarischen Landwirtschaft zugrunde liegen.

Solidarität und Toleranz statt Ausgrenzung !

Mit solidarischen Grüßen

Euer ROSE Bündnis

🔗 PDF Version

Kommentare anzeigen